Person

Der Privatmensch

Nach Familie (Frau und Sohn) und neben Theater, Museen und Musik (Jazz und Klassik) steht Sport bei ihm an erster Stelle. Auch der geistige: Schach. Seit kindauf wird das Spiel geliebt, nach Meisterschaften und Mannschaftsspielen im Verein gab es bald dazu keine Zeit mehr, aber noch heute misst er sich im Internet auf www.chessclub.com - wenn auch mäßig, aber regelmäßig - mit Gegnern auf der ganzen Welt.

 

Noch wichtiger als Ausgleich ist ihm der körperbetonte Sport: Tennis, Fußball und Volleyball, ab und zu wegen der Gesundheit (zunehmend widerwilliger) Gymnastik und unter Überwindung des inneren Schweinehunds, regelmäßige Fitnessstudio-Besuche (die Sauna entschädigt dann). Trainiert wird er von seinem Freund Thilo Pasch, dem dreimaligen Mister Universum.

 
 
Seit Jahren ist Herbert Knorr der Abwehrchef der äußerst erfolgreichen FC Criminale -Fußball-Mannschaft, die jedes Jahr einmal während der CRIMINALE, der Zusammenkunft des SYNDIKAT  (Vereinigung deutschsprachiger KrimiautoInnen) gegen eine regionale Auswahl antritt und niemals gewinnt. Größter Erfolg dieser zusammengewürfelten Mannschaft aus Kriminalschriftstellern, die nur einmal im Jahr antritt und dessen Stolz es ist, nie gemeinsam zu trainieren, war die Europameisterschaft der Literaturnationalmannschaften, als der FC Criminale im Frühjahr 2010 den achten Platz belegte (von acht teilehmenden Mannschaften, aber immerhin). Spätestens seitdem ist Herbert Knorr, unter dem Spitznamen „Berti, der Schädelknacker“ aufläuft, in ganz Europa (zumindest dem literarischen) mehr als gefürchtet.

 

 
 
 

Herbert Knorr (unten rechts) im Kreis des FC Criminale, der Fußballmannschaft, die es sich zum Ziel gesetzt hat, nie zu trainieren. Mit auf dem Foto u.a. Krimiautoren wie Norbert Horst (oben links), Horst Eckert (oben Mitte), Andreas Uzquierdo (unten 2. Von links) oder Klaus Stickelbröck (unten Mitte). Das Foto wurde während der Europameisterschaft der Autoren-Nationalmannschaften in Unna, Frühjahr 2010, gemacht, als der ruhmreiche FC Criminale den 8. (d.h. den letzten) Platz belegte. Foto/Copyright: Sanne Kaperlat.

 

Neben aktivem Sport übt er auch den passiven aus, auf dem Sofa liegend vor der Glotze, wenn Länderspiele oder Olympiaden ausgestrahlt werden. Seine größte Liebe gilt allerdings den Spielen des FC Schalke 04, schließlich ist er im Ortsteil Schalke direkt an der Grenzstraße, wo Szepan und Kuzorra Fußball spielen lernten, geboren und aufgewachsen. Blauweißes Blut fließt in seinen Adern. Er ist Mitglied in diesem Verein und besitzt natürlich eine Dauerkarte (Nordkurve!). Diese Liebe, anders gesagt: dieses Leiden für diesen grandiosen Mythos – hat ihn fürs Leben gestählt.

Ansonsten liest er viel und gerne (querbeet alles, Lieblingsbücher hat er nicht); und wenn er nicht gerade Vorträge hält, Lesungen bestreitet oder Workshops leitet, schreibt er neue Geschichten oder Bücher.

Denn Literatur, das ist nicht nur sein Beruf, das ist sein ein und alles!